Die ambulante Behandlung der tiefen Beinvenenthrombose
Wird eine tiefe Beinvenenthrombose nachgewiesen, bedeutet dies den Verschluss einer oder mehrerer Venen durch ein Blutgerinnsel.
Venen leiten das Blut zurück zum Herzen. Jetzt staut sich das Blut im Bein und es besteht die Gefahr,
dass das Gerinnsel wächst oder in die Lunge geschwemmt wird. Diese so genannte Lungenembolie kann lebensbedrohlich sein.
Daher ist eine konsequente Therapie erforderlich und das sofortige Aufsuchen eines Arztes bei Problemen mit der Atmung
oder einem übermäßig schnellem Herzschlag.
Die meisten Thrombosen können ambulant behandelt werden.
Die Behandlung besteht in der Gabe von Heparin-Spritzen zur Auflösung des Gerinnsels, dann überlappend der Gabe von Marcumar-,
bzw. Coumadin-Tabletten zur langfristigen Verdünnung des Blutes.
Eine Operation zur Entfernung des Thrombus oder stationäre Lyse-Therapie ist nur im Ausnahmefall erforderlich.
Wichtig ist weiterhin die Kompressionsbehandlung mittels Verband und nach Abschwellung des Beines das Tragen von Kompressionsstrümpfen der Klasse II-III. Bettruhe ist nicht erwünscht, Bewegung dagegen fördert das Abschwellen des Beines. Auch Spatziergänge sind erlaubt.
Die konsequente ambulante Behandlung der Beinvenenthrombose ist nach neusten wissenschaftlichen Studien
genauso sicher und zeigt die gleichen guten Ergebnisse, wie die stationäre Therapie.
Es erfolgen regelmäßige Blut- und Ultraschallkontrollen in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt.
Harriet Simone Werno
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