:: Ärzte :: Leistungen :: Patienteninformationen :: Aktuelles :: Kontakt :: Anfahrt
:: Home :: Galerie :: Vorträge :: Finanzierung :: Nutzungsbedingungen :: Impressum
PARCSIDE
medical center
Chirurgie, Orthopädie und
Neurochirurgie


Am Stadtpark 2
90409 Nürnberg

Telefon: 0911 - 93778-0
Fax:       0911 - 93778-10
eMail:     info@parcside.info


Unsere Praxen sind ISO-Zertifiziert:

Klicken für Vollansicht
Gütesiegel Ambulante Operation

CHIVA - eine sanfte Art der Behandlung

Der französische Arzt Claude Franceschi entwickelte diese in unseren Nachbarstaaten weit verbreitete und wissenschaftlich fundierte Methode der Venentherapie.
Statt wie bisher die Venen herauszuziehen (Stripping nach Babcock), wird der Blutfluss durch minimale Eingriffe korrigiert und die Venen bleiben im Körper. Der Verschluss der Venen, wie durch Laser- oder Radiofrequenz-Therapie, wird vermieden, da die Venenfunktion erhalten bleiben soll.

Allgemeines zu Krampfadern In den Venen fliesst das sauer- und nährstoffarme Blut Richtung Herz. Für den Transport benötigen die Venen die Wadenmuskulatur (durch die Kontraktion der Muskulatur wird der Blutstrom bei gesunden Klappen herzwärts gerichtet) und natürlich gesunde Venenklappen, die wie Ventile funktionieren. Schließen diese Ventile nicht mehr korrekt (insuffiziente Venenklappen), dann fliesst das Blut wieder Richtung Fuß und staut sich in der Vene, aber auch im Bein. Dies führt zu Schweregefühl, sichtbaren blauen Venenverdickungen, Hautschäden und ggf. auch offenen Beinen (Ulzera).

Was bedeutet CHIVA? CHIVA heisst übersetzt ambulante blutflusskorrigierende Behandlung insuffizienter Venen. Die oberen Rückflusspunkte werden während des Eingriffes unterbunden und so der Blutstrom gerichtet. Hierbei ist die genaue Kenntnis des gesamten Venensystems erforderlich. Die entlasteten Venen bilden sich dann im Laufe der nächsten Wochen zurück.

Welche Vorbereitungen sind erforderlich? Als einzige Voruntersuchung ist eine risikolose Farbultraschall-Untersuchung erforderlich. Eine Kontrastmitteldarstellung wird somit vermieden.
Die Insuffizienzpunkte, d. h. Klappendefekte der Venen werden sorgfältig dokumentiert und präoperativ angezeichnet.

Was geschieht während des Eingriffs? Der ambulante Eingriff findet in einer örtlichen Betäubung statt. An den markierten Stellen werden die Venen über Skalpelleinstiche unterbunden, kleine Wunden sind ggf. in der Leiste oder Kniekehle erforderlich. Der Eingriff schont das Gewebe. Blutergüsse sind minimal vorhanden und das postoperative Wohlbefinden ist garantiert. Anschließend wird ein Kompressionsstrumpf angezogen und die Bewegung steht im Vordergrund.
Lediglich Leistungssport oder stundenlanges Sitzen sollen vermieden werden. Auf Heparinspritzen kann meist verzichtet werden. Die kleinen Narben verheilen sehr rasch. Das kosmetische Ergebnis benötigt bis zu 6 Wochen, da sich die Erweiterung der Venen erst zurückbildet.

Welche Risiken bestehen? Die Risiken des Eingriffs sind seltener als bei dem herkömmlichen Stripping, da gewebeschonend operiert wird. Verletzungen von Nerven, Lymphbahnen oder Gefäßen treten kaum auf. Wundheilungsstörungen, Nachblutungen oder Venenentzündungen können ebenfalls fast vollständig vermieden werden durch den raschen, unkomplizierten Eingriff.

Was passiert anschließend? Durch die örtliche Betäubung bestehen keine Einschränkungen am Tag des Eingriffs. Mit dem Kompressionsstrumpf ist die Erholung im häuslichen Umfeld möglich. Eine Arbeitsunfähigkeit liegt nicht vor. Eine Kontrolluntersuchung dokumentiert nach 6 Wochen das Ergebnis. Dann können auch kleinere Äste ggf. noch verödet werden, falls kosmetisch erwünscht.
Abschließend lässt sich sagen, dass die CHIVA-Methode schonend den Blutfluss korrigiert und die Abflusswege des Blutes Richtung Herz vollständig erhält. Ihr Wohlbefinden nach dem raschen Eingriff wird durch die örtliche Betäubung und Schonung des Gewebes gewährleistet.

Harriet Simone Werno

zurück